Februar 2013

Noch eine Frage...

1. Februar

 
Das ist die beste und letzte Frage,

die ich mir stellen kann:

"Ist das Beobachten des EGOs nicht auch wieder ein Trick des EGOs sich selbst zu erhalten?"


Siehe, wie clever du bist.

Eine Endlosschleife.

Mit deinem "Verstand"

kommst du da nicht raus.

 

Wie fühlt es sich an?

Was spürst du?

Ist da Anspannung? Enspannung?

Ernst? Humor?

Verzweiflung? Guter Mut?

 

Wähle nicht, beantworte nicht,

lass' es sein.


 

Weich in der Birne

2. Februar

 

Wenn du der friedvollen Strömung

 ansatzweise gewahr wirst,

 kommt es DIR so vor,

 

als hättest du einen an der Waffel,

als wärst du geistig behindert,

als wärst du psychisch krank,

als wärst du auf Droge,

als wärst du verrückt,

als wärst du weich in der Birne...

 

So würde es dein Verstand beschreiben.

All das, wovor du Angst hast,

was du NICHT sein möchtest.

 

 Begib' dich ruhig und gelassen hinein,

 es ist nicht schlimm,

 spiele mit diesen Zuständen,

 du kannst jederzeit damit aufhören,

 

 denn du bist es nicht. 


 

Ich will...

3. Februar

 

"Was ist Wollen!

- wir lachen über Den,

welcher aus seiner Kammer tritt,

in der Minute,

da die Sonne aus der ihren tritt,

und sagt: "ich will, dass die Sonne aufgehe";

 

und über Den,

welcher ein Rad nicht aufhalten kann

und sagt: "ich will, das es rolle";

 

und über Den,

welcher im Ringkampf niedergeworfen wird

und sagt: "hier liege ich, aber ich will hier liegen!"

 

Aber trotz allem Gelächter!

Machen wir es denn jemals anders,

als einer von diesen Dreien,

wenn wir das Wort gebrauchen:

"ich will"?"

 

(Friedrich Nietzsche; Morgenröthe 2,124) 


 

"Ursache und Wirkung"

4. Februar

 

"Auf diesem Spiegel

und unser Intellect

[Verstand & Empfindsamkeit]

ist ein Spiegel

geht Etwas vor,

das Regelmässigkeit zeigt,

ein bestimmtes Ding

folgt jedesmal wieder

auf ein anderes bestimmtes Ding,

- das nennen wir,

wenn wir es wahrnehmen

und nennen wollen,

Ursache und Wirkung,

wir Thoren!

 

Als ob wir da irgend Etwas

begriffen hätten

und begreifen könnten!

Wir haben ja nichts gesehen,

als die Bilder von "Ursachen und Wirkungen"!

Und eben diese Bildlichkeit

macht ja die Einsicht

in eine wesentlichere Verbindung,

als die der Aufeinanderfolge ist,

unmöglich!"

(Friedrich Nietzsche; Morgenöthe 2, 121)

 

Doch, diese Einsicht ist möglich:

 

"Der Mensch lasse die Bilder der Dinge ganz und gar fahren

und mache und halte seinen Tempel leer."

(Johannes Tauler)

 

Bleibe nicht beim Verstand (Beobachter, Meditation)

und bei der Empfindsamkeit (Zeuge, Kontemplation) stehen,

gehe auch den nächsten Schritt!

 

"Geh hin, wo du nicht kannst!

Sieh, wo du siehest nicht!

hör' wo nichts schallt und klingt:

so bist du, wo Gott spricht."

(Angelus Silesius) 


 

Null problemo

 

5. Februar

 

"Der Mensch lasse die Bilder der Dinge ganz und gar fahren

und mache und halte seinen Tempel leer."

(Johannes Tauler)


Sind da Erinnerungen?

Sind da EinBILDungen?

Sind da Erfahrungen?

 

Die Dinge sind nicht das Problem:

Sie sind wie sie sind.

 

Es sind die BILDer,

die du davon hast,

denen du anhaftest.

 

Den Tempel zu leeren,

das kannst DU tun.

 

Doch es kommen

sofort neue BILDer hinein.

 

DU kannst den Tempel nicht leer halten,

denn da ist noch immer ein DU im Tempel.

 

Bist Du bereit, dieses DU fahren zu lassen?

GANZ und GAR?

 

Sei ehrlich:

Nein.

 

Spürst du die friedvolle Strömung?

Alles kein Problem.

Selbst deine BILDer der Dinge.


 

Mal ehrlich ...

6. Februar


"Der Mensch lasse die Bilder der Dinge ganz und gar fahren

und mache und halte seinen Tempel leer.

Denn WÄRE der Tempel entleert,

und WÄREN die Fantasien,...draußen..."

(Johannes Tauler)


Johannes Tauler ist ehrlich:

Der Tempel IST nicht entleert und

die Fantasien SIND nicht draußen.

 

DU kannst den Tempel nicht entleeren

und DU kannst die Fantasien nicht nach draußen bringen.

 

Es besteht die Möglichkeit dazu,

jedoch ohne dich.

 

Dann ist da kein Tempel mehr,

aus dem irgendetwas

irgendwohin entleert werden müsste.

 

Ich ohne mich.

Es gibt nichts zu tun.

Leben ohne Mittelpunkt.


 

Siddhartha

7. Februar


Das spirituelle EGO wünscht sich nur eines:

Das sich die Form

die Welt auflöse.


Sie ist eine Illusion.


"Nichts gab es mehr für ihn [Siddhartha],

als sich auszulöschen,

als das mißlungene Gebilde seines Lebens

zu zerschlagen,

es wegzuwerfen...


Dies war das große Erbrechen,

nachdem er sich gesehnt hatte:


Der Tod,

das Zerschlagen der Form,

die er haßte!"


(Hermann Hesse; Siddhartha)

 

Welch eine Motivation

spirituell zu sein / zu werden. 


 

All roads to the river 

8. Februar


"...ich bin nur ein Fährmann,

und meine Aufgabe ist es,

Menschen über diesen Fluß zu setzen.


Viele habe habe ich übergesetzt,

Tausende,

und ihnen allen ist mein Fluss

nichts anderes gewesen

als ein Hindernis auf ihren Reisen.


Sie reisten nach Geld und Geschäften,

und zu Hochzeiten,

und zu Wallfahrten,

und der Fluss war ihnen im Wege,

und der Fährmann war dazu da,

sie schnell über das Hindernis hinwegzubringen."


(Hermann Hesse, Siddhartha)

 


Du bist einer der vielen Tausenden.

Hast du den Fluss schon bemerkt? 


 

Vasudeva 

9. Februar


Der Fährmann Vasudeva

hilft den Tausenden

den Fluss zu überqueren,

ohne das sie ihn wahrnehmen.

 

Vasudeva macht die Reisenden

nicht auf die "Heiligkeit" des Flusses aufmerksam.

Er hilft ihnen, das "Hindernis"

möglichst unbemerkbar zu machen.

 

Das ist Hingabe.

 


Der Fluss – das LEBEN

ist für die Tausenden eine Störung.

 

Ein spiritueller Mensch meint,

dass es die Aufgabe eines Lehrers ist,

auf den Fluss aufmerksam zu machen,

die Reisenden hinzuweisen:

"Siehe, da ist ein Fluss,

halte inne,

lerne von ihm."

 

Doch darum geht es nicht:

Der Fährmann ist dazu da,

sie möglichst schnell

über das Hindernis hinwegzubringen,

denn am Reisen

nach Geld, Geschäften, Hochzeiten und Wallfahrten

ist nichts Falsches. 


 

Spirituelle Touristen

10. Februar

 

"Es ging von der Fähre

und von den beiden Fährleuten etwas aus,

das manche von den Reisenden spürten.

 

Es geschah zuweilen,

dass ein Reisender,

nachdem er in das Gesicht

eines der Fährmänner geblickt hatte,

sein Leben zu erzählen begann,

Leid erzählte,

Böses bekannte,

Trost und Rat erbat.

 

Es geschah zuweilen,

dass einer um Erlaubnis bat,

einen Abend bei ihnen zu verweilen,

um dem Flusse zuzuhören.

 

Es geschah auch,

dass Neugierige kamen,

welchen erzählt worden war,

an diesem Fluss lebten

zwei Weise

oder Zauberer

oder Heilige.

 

Die Neugierigen stellten viele Fragen,

aber sie bekamen keine Antworten,

 

und sie fanden weder Zauberer noch Weise,

sie fanden zwei alte freundliche Männlein,

welche stumm zu sein

und etwas sonderbar

und verblödet schienen."

 

(Hermann Hesse - Siddhartha)

 

Bist du noch ein spiritueller Tourist?

Oder erscheinst du schon verblödet?

 

Es werden keine Touristen-Visa ausgestellt! 


 

Geburtstag

11. Februar


DU siehst den Fluss (zum erstenmal)

nicht der Lehrer oder Meister

zeigt ihn dir.

 

Ein Lehrer oder Meister

hilft dir über den Fluss hinweg,

damit DU ihn nicht bemerkst...

 

DU bemerkst den Fluss,

als Hindernis,

als Störung.

 

Der Lehrer oder Meister

ermutigt dich,

wenn DU den Fluss bemerkt hast:


"Sieh' genauer hin."

"Du bist nicht verrückt."

"Du bist nicht weich in der Birne."

"Lausche. Was hörst DU?"

 

Der Lehrer oder Meister

ermutigt dich,

wieder wie ein Kind zu werden,

dich zu er-INNErN,

dass da schon immer Fluss IST,

jeden Augenblick.

 


Da ist Geburtstag.


 

Pontifex maximus

12. Februar


"...der Fährmann war dazu da,

sie schnell über das Hindernis hinwegzubringen."

 


Der Fährmann ist nicht sicher genug:


ICH muss am Fluss warten, wenn die Fähre gerade unterwegs ist...

Der Fluss könnte Hochwasser führen...

Der Fährmann übt seinen Beruf nicht korrekt aus...

usw...


Da sind Angst und Befürchtungen.

 

Da ist es doch besser eine BRÜCKE zu bauen...


Sie ist allzeit bereit für MICH

"unabhängig" vom Fluss.

Der Fluss ist zwischen zwei Pfeilern,

unter Kontrolle.

 

ICH bin der "pontifex maximus"

der allergrößte Brückenbauer

der Beziehungserschaffer...

 

Die Fähre zu benutzen, heißt

sich in die Hände des Fährmanns zu begeben,

sich an das LEBEN anzupassen,

sich vom LEBEN tragen zu lassen. 


 

Anpassung 

13. Februar


Die Verstandesströmung

ist eine Brücke,

eine Beziehung.

 

Das LEBEN fließt

kontrolliert

zwischen den Brückenpfeilern.

 

Je größer und stabiler die Brücke ist,

umso besser,

um die "Eventualitäten" des LEBENS

zu überbrücken.

 


Die friedvolle Strömung

passt sich an den Fluss an.


Der Fährmann sieht und lauscht

in den Fluss des LEBENS hinein.


Der Fährmann

vertraut sich

mühelos

der Strömung an,

die er nicht kontrolliert...

 

...und die Fähre trägt. 


 

Ein Licht geht auf...   

14. Februar

 

"Nun auch ahnte Siddhartha

 warum er als Brahmane,

 als Büßer,

 [als spiritueller Mensch],

 vergeblich mit diesem Ich

 gekämpft hatte.

 

 Zu viel Wissen hatte ihn gehindert,

 zu viel heilige Verse,

 zu viel Opferregeln,

 zu viel Kasteiung,

 zu viel Tun und Streben!

 

Voll Hochmut war er gewesen,

immer der Klügste,

immer der Eifrigste,

immer allen um einen Schritt voran,

immer der Wissende und Geistige,

immer der Priester oder Weise."

 

(Hermann Hesse - Siddhartha)

 

 

Ahnst DU es auch?

Kein Lehrer oder Meister

kann dich von der Fülle, vom "zu viel" erlösen.

 

Entspanne dich.

 

Es gibt nichts zu tun. 


 

Unterricht

15. Februar

 

Unter-richt

vom Lehrer oder Meister heißt

wieder in das Ganze

in das LEBEN

zurückgebracht zu werden,

wieder eingegliedert zu werden.

[re-member-ance]

er-inner-t zu werden.


An den richtigen Ort gebracht zu werden

...Selbst-erkenntnis...


Das ist genau das,

was das EGO nicht will.


Unter-ge-richtet (schlicht) werden

erfordert Hingabe

an den Lehrer oder Meister. 


 

Teile ein Stück Holz...

16. Februar

 

Der Lehrer oder Meister

zeigt dir, wie du ein Werkzeug

richtig benutzt:

ohne unnötigen Kraftaufwand,

mühelos, fleißend.


Probiere es aus:

Nimm eine Säge zur Hand

und säge ein Stück Holz.


Wie geht es schwer?

Wie geht es leicht?

Wieviel Kraft benutzt du?

Welches Gefühl nimmst du wahr?

Ist es effizient?

Ist es mühelos? 


 

Hart und weich 

17. Februar

 

Der Lehrer oder Meister

unterrichtet dich

in der Herstellung und Benutzung der "HARD-ware"


Vasudeva lehrt (unter-richtet) Siddharta

das Boot zu bedienen,

das Boot auszubessern,

ein Ruder zu zimmern,

Körbe zu flechten,...


"MEHR aber als Vasudeva ihn lehren konnte,

lehrte ihn der Fluss.

Von ihm lernte er UNAUFHÖRLICH."


Vom Fluss "lernt" Siddhartha die "SOFT-ware":

Das Zuhören und Lauschen

mit stillem Herzen,

mit wartender, geöffneter Seele,

ohne Leidenschaft,

ohne Wunsch,

ohne Urteil,

ohne Meinung.


Auf das LEBEN zu lauschen

kannst nur DU.


Der Meister kann dich das "andere" nicht unter-richten,

denn du weißt es schon.

Der Lehrer oder Meister kann dich

durch seine Anwesenheit daran er-inner-n. 


 

Gewöhnlich.

18. Februar

 

Da ist kein Lehrer oder Meister,

niemand, der dir etwas

beibringen oder zeigen könnte.

 

Du bildest dir ein,

da sei jemand,

der etwas weiß,

was du nicht weißt.

 


DU machst diesen Menschen

zu deinem Lehrer oder Meister,

DU gibst ihm eine Identität.

 


Da ist nur ein gewöhnlicher Mensch,

der sich seiner Gewöhnlichkeit bewußt ist,

diese nicht für schlecht,

minderwertig oder unvollkommen hält,

und jemand "anderes" sein möchte. 


 

Or- di- / rigi- när

19. Februar


Ein gewöhnlicher Mensch

ruht in sich

ohne Aufsehen zu erregen.

 

An diesem Ort

als [Mit-] Glied der Kette [des Seins],

als Faden im großen Gewebe.

 

Ein gewöhnlicher Mensch

 ist sich im klaren darüber,

dass seine Glied-haftigkeit,

dass seine Faden-haftigkeit

von Dauer ist.

 

Sie hat einen Anfang

und ein Ende.

 

Der Faden taucht aus dem Gewebe auf

und verschwindet wieder darin.

Der Faden erhebt sich,

wird geboren.

Der Faden senkt sich,

wird sterben -

zurück in den Ursprung.

Doch es ist der EINE Faden.

 

Ein gewöhnlicher, ordinärer Mensch.

Ein ursprünglicher, originärer Mensch.

Beidem ist die Bewegung inne... 


 

NO-W-HERE

20. Februar


Folgst du einem Lehrer oder Meister?

Ist da jemand, von dem DU den Eindruck hast,

er hätte etwas gefunden?

Etwas, dass auch du haben möchtest?

Freude, Frieden, Glückseligkeit?


Folgst du einer Lehre, die du für richtig hälst?

Für bedeutsam? Für erhaben?

Möchtest du selbst Lehrer oder Meister sein?

Ist da eine Lehre, die du in die Welt bringen möchtest?

 

Ist jedes Ding,

jeder Mensch,

alles was DA ist,

Lehrer und Meister für dich?

 

Musst du einen Lehre(r) suchen?

Lausche genau hin.

HIER und JETZT. 


 

Kon-text  

21. Februar


Du bist eingewoben

in das Gewebe [textura] des LEBENS.

 

Die Verstandesströmung

will wissen

woher der Faden auftaucht,

der sich DU nennt,

und wohin er verschwindet.

 

Mit dem Wissenwollen

löst du den Kon-text,

das Zusammen-gewobene auf.

 

Du "dröselst" die Fäden auseinander:

Hier der Kettfaden,

dort der Schussfaden.

Aus Eins wird Zwei.

 

Dann mühst du dich,

aus den gewonnenen Fäden

ein neues Gewebe zu erschaffen,

nach deinem Bilde.

 

DU bist der Weber,

[das spirituelle EGO].

Aus Zwei wird [wieder] Eins.

 
Lass' es sein.

 

Du bist eingewoben

in das Gewebe des LEBENS,

in die friedvolle Strömung

 

Mühelos. 


 

Kom-pliziert  

22. Februar

 

"Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen,

was von selber aus mir heraus wollte.

Warum war das so sehr schwer?"

(Hermann Hesse, Demian)

 

LEBEN möchte durch dich zum Ausdruck kommen.

Das geht normalerweise nicht mühelos.


Denn da ist jemand,

ein Ich,

das will,

das versucht,

das fragt.

 

Da ist ein ICH,

das versucht,

etwas zu machen und

etwas zu unterstützen,

das von selbst geschieht.

 

Das erschwert den Ausdruck,

bremst das LEBEN,

LEBEN wird zu Leben, zu Existenz.

 

Da erscheint dann so etwas wie

Entwicklung,

Stufen,

ein spiritueller Weg,

eine Selbstfindung. 


 

Gras 

23. Februar


LEBEN entfaltet sich

ohne dein Zutun,

GANZ von ALL-EINe.

 

"und der Same geht auf und wächst -

und [d]er [Mensch] weiß nicht , wie.

Denn von selbst bringt die Erde

[LEBEN] Frucht..." (Mk. 4,27)

 

Doch ICH möchte etwas dazutun:

so entsteht Wachstum:


Du vergleichst einen Zustand

mit einem anderen.

 

Und ICH möchte mehr dazutun:

so entsteht Entwicklung:


Ich bewerte einen Zustand

mit einem anderen.

 

Der eine Zustand ist unerwünscht,

daher muss er verbessert werden.

 


Das ist nicht schlimm -

das Vergleichen und Bewerten.


Es ist dein Wesen.


Hafte diesem nicht an.


Sorge dich nicht.


"Das Gras wächst von ALL-EINe." 


 

Lass es sein.

24. Februar


DU sagst:

"Lass' es sein."

DU meinst damit:

"Lass' es bleiben -

hier geschieht etwas,

das ich nicht möchte."

(Unser Lieblingsatz, Kinder zurechtzuweisen)


Du begrenzt,

du fürchtest dich,

die Kontrolle zu verlieren.

Du spannst dich an.

LEBEN wird zu Leben.


Lass' ES sein.

Das was JETZT

durch dich

zum Ausdruck kommen möchte.

Entspanne dich.

Lasse dich darauf ein -

Das kannst du ebenso tun.

 

So wie Einatmen

und Ausatmen.

Beides.

 

Doch wo beginnt

Einatmen und Ausatmen?

 


Da ist nur Atmen.

 

Zwei zu Eins...

und wieder

Eins zu Zwei...

 

Lass es sein. 


 

Die kleine Raupe Nimmersatt

25. Februar


Ein Ei,

eine Raupe,

ein Kokon,

ein Schmetterling.

 

Da könnte ich ein Konzept

von Wachstum oder Entwicklung erschaffen:

Vom Ei zum Schmetterling,

in dieser Reihenfolge

das eine besser als das andere.

 

Da könnte ich Zustände erkennen:

Jetzt Ei, jetzt Schmetterling, jetzt Kokon, jetzt Raupe.

Jeder Zustand mit Eigenschaften, nicht besser oder schlechter.

Jeder Zustand in sich perfekt, ohne Makel, ohne das Bedürfnis ihn ändern zu müssen.

Jeder Zustand mit Anfang und Ende, unterschieden.

 

Da "eit", "blattet", "schmetterlingt", "kokont", "pflaumt", "raupt", "schlüpft", "knackt", "mondscheint", "bauchschmerzt",... es

ohne Unterlaß.

Je nach dem was das LEBEN gerade ausdrücken möchte. 


 

 

Knochen

26. Februar


"Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen,

was von selber aus mir heraus wollte.

Warum war das so sehr schwer?"

(Hermann Hesse, Demian)

 

LEBEN möchte durch dich zum Ausdruck kommen.

Das geht natürlicherweise mühelos.


So wie der Hund einen Knochen braucht,

um darauf herumzukauen,


macht sich der Mensch Probleme,

um darauf herumzukauen.


Ist ein Problem gelöst,

dann muss ein neues her.


Genauso wie der Hund unruhig wird,

wenn der Knochen fehlt:

dann muss ein neuer her.


Betrachte es als ein Spiel.

 

Geniesse es wie der Hund

auf deinem Knochen / Problem herumzukauen.


Natürlich, mühelos, entspannt. 


 

Fahrradfahren

27. Februar


Wie fährst du Fahrrad?

Bist Du angespannt?

Hälst Du dich an die Verkehrsregeln?

Bist Du aufmerksam,

weil Autos oder Fußgänger kommen könnten?

Bist Du bremsbereit?

Lässt Du mal den Lenker los?

Wenn es keiner sieht?

Trittst Du weiter, wenn es bergab geht?

Trägst Du einen Schutzhelm?

Benutzt DU einen Tachometer?

 

Fährst Du (dein Verstand) Fahrrad?

Ist da (müheloses, friedvolles) Fahrradfahren 


 

Bewußtsein   

28. Februar


Es geht nicht um Bewußtseinserweiterung

oder Bewußtseinsveränderung.


Bewußtsein lässt sich

natürlich oder künstlich

erweitern und verändern.

 

ICH kann Bewußtseinszustände benennen:

Tagesbewußtsein

Tiefschlaf

Körperbewußtsein

spirituelles Bewußtsein

praktische Vernunft

Unbewußtheit

Seele...

 

Die Benennungen dienen der Unterscheidung.

Je nach Zustand kommt etwas zum Ausdruck:

Im Tiefschlaf etwas anderes als im Tagesbewußtsein...

 

Worum es geht ist BEWUSSTHEIT...