Juni 2013

 

Touristen

5. Juni

 

Tour-ismus

sich im Zustand

des Reisens befindlich.

 

Und zugleich

vakant,

leer sein.

 

Nicht Ich

bestimme

das Ziel

der Reise.

 

Das LEBEN

trägt mich,

reist mich,

wohin es will.

 


 

Touristen (2)

 

6. Juni

 

Spiritueller Tourismus:

Die Orte deiner Anhaftung

bereisen.

 

Nicht in einer

von dir bestimmten

Reihenfolge oder

Entwicklung.

 

Gleicht dein spiritueller Weg

einer Sightseeing-Tour?

 

Gehst Du einem vorgegebenen Weg (Konzept) nach?

 

Versuchst Du "Heilige", "Lehrer" oder "Meister" zu imitieren?

 


 

Touristen (3)

 

7. Juni

 

Spiritueller Tourismus

sich im Zustand

der "inneren" Reise befindlich.

 

Und zugleich

vakant,

leer sein.

 

Nicht Ich

bestimme

das Ziel

der Reise.

 

Das LEBEN

trägt mich,

reist mich,

wohin es will.

 

Das ist die kontemplative Übung.

Du bist schon da.

Urlaub ist Alltag.

Alltag ist Urlaub.

 


 

What's in your head?

 

8. Juni

 

Probleme, und

Vorwürfe

entstehen

in deinem Kopf.

 

Da ist etwas so,

wie du es dir

nicht vorstellst.

 

Da kommen

und gehen

Gedanken,

Emotionen,

Unbehagen.

 

TOURISMUS.

 

Nicht die Welt,

die "Umstände"

sind das Problem.

 

Das Problem

ist in deinem Kopf.

 


 

Sunday driving

 

9. Juni

 

Gehst du mit dem LEBEN,

so wie es ist,

sind da keine Probleme

und Vorwürfe in deinem Kopf.

 

Leere,

watteweich,

ein "bißle" dement,

"soft in the head".

 

URLAUB.

 

Ist da jemand,

ohne "extra",

ohne Mitte,

ohne Schwerpunkt,

ohne Identität?

 


 

Sonne

 

10. Juni 

 

"Die Sonne würde ich schlagen,

wenn sie mich beleidigte."

 

LEBEN ist nicht dein Gegner.

Du bist dem Größeren,

Umfassenderen nicht ausgeliefert.

 

Das ist Kapitän Ahabs Problem:

 

Da ist die Einbildung eines abgetrennten Ich.

Er kann nicht erkennen, dass er ins LEBEN

eingebettet ist.

 

Du bist Ahab.

 


 

Sonne (2)

 

11. Juni

 

Das Leben

beleidigt dich

täglich.

 

Es lebt das,

was du

nicht möchtest.

 

Der Mensch

benötigt

das Leben,

die Sonne.

 

Der Mensch ist heliotrop,

der Sonne,

dem Licht 

zugewandt.

 

Wendest Du dich ab?

Machst du dein eigenes Licht an?

Schlägst Du die Sonne?

 

 


 

"Da wurde Eins zu Zwei..."

 

12. Juni

 

Sobald Du dich abwendest...

Sobald Du dein eigenes Licht anmachst...

Sobald Du die Sonne schlägst...

...sind da schon Zwei.

...ist da eine Vorliebe.

...ist da eine Wertung.

 

Du bist in das LEBEN eingebettet.

Es ist dieser Augenblick

und alles was DARIN stattfindet.

Du bist verwurzelt.

LEBEN ist IMMER bei uns.

LEBEN ist JETZT bereits anwesend.

So einfach ist das.

 


 

Wer stirbt, bevor er stirbt..."

 

13. Juni

 

Der "alte Adam"

muss nicht sterben

und durch den

"neuen Christus"

ersetzt werden.

 

 

Du bist und bleibst

weiterhin Adam

ein abgetrennter Mensch

mit seinen Wünschen, Bewertungen und Konzepten.

 

Deine Verstandesströmung.

 

 

Du wirst ergänzt werden

durch den "ewigen Christus"

ohne Anfang und Ende,

eingebettet im LEBEN.

 

Die friedvolle Strömung.

 

 


 

Wer stirbt, bevor er stirbt... (2)"

 

14. Juni

 

Löse deine Anhaftung

an den alten Adam.

Radikal und behutsam,

wie du magst,

denn das kannst DU tun.

 

SELBSTWIRKSAMKEIT...

 

 

Durch das Lösen

öffnet sich der Raum,

in den der "neue Mensch",

"Christus",

den Platz einnimmt.

Mühelos.

Ohne dein Zutun.

 

HINGABE.

 


Zur Erinnerung (2)

15. Juni

 

Mache das "Loslassen"

nicht zu einem Konzept

oder einer Methode:

"Ich muss nur loslassen, um zu..."

"Wenn ich losgelassen habe, dann..."

 

 


 

What's in your head? (2)

16. Juni

 

Bemerke:

Da gibt es nichts zum Loslassen.

Da ist niemand, der "Etwas" loslassen könnte...

Da ist nur eine weiterer Gedanke, der erscheint.

 

Der Gedanke erscheint

im ewig gegenwärtigen LEBEN

und ist bereits losgelassen,

da er sonst nicht auftauchen würde.

 

Dieser Gedanke ist JETZT da.

In deinem Kopf.

Er ist in dir losgelassen.

Er tritt durch dich in Erscheinung.

JETZT.

 


 

What's in your heart?

17. Juni

 

Ein einfacher Gedanke.

Eine einfache Emotion.

 

Einfach wahrgenommen.

Einfach benannt.

 

Nichts Außergewöhnliches.

Nichts Unerwünschtes.

 

Warum bekämpfen?

Warum bewerten?

 

Warum sollte LEBEN

von dir bekämpft oder bewertet werden?

Macht das Sinn?

 

Mal ganz ehrlich:

Nicht wirklich.

 

 


 

Life

18. Juni

 

Das LEBEN ist größer,

unermesslicher als du.

 

Du bist nicht derjenige,

der das (sein) Leben gestaltet.

 

Du wirst durch das LEBEN gestaltet.

 


 

...und was kommt Jetzt?

19. Juni

 

Was ist Jetzt?

Es ist mehr ein Spüren.

Es ist weniger ein darüber Nachdenken.

 

So wie dein Körper

sich mühelos

energetisch optimal

lagert.

 

So wie deine Emotionen

spontan

kommen und gehen,

bevor du sie zu Gedanken machst,

bevor du sie bewertest,

um dann in ihnen zu schwelgen

oder sie zu verdrängen.

 

Was ist Jetzt?

Kurzes Innehalten.

Absichtsloses Hinspüren.

Hingabe an die Ewigkeit.

An das, was nicht geboren wird.

An das, was nicht stirbt.

 

Was ist Jetzt?

LEBEN.

 

 

 


 

Mal angenommen...

20. Juni

 

Glaubst Du an Gott?

Nimm einfach mal an,

es gibt keinen Gott.

Spiele damit.

Wie ist es, gottlos zu leben?

 

Glaubst Du nicht an Gott?

Nimm einfach mal an,

es gibt Gott.

Spiele damit.

Wie ist es, in Gott zu leben?

 

Wie fühlt es sich an, für dich?

Gehe möglichst tief in das Spiel hinein.

Spiele wie ein Kind.

Selbstvergessen.

Ist da Erleichterung?

 


 

It's Show-time

21. Juni

 

Bemerke,

dass dein Glaube,

deine Gedanken,

deine Emotionen,

dein Körper,

eine Einbildung sind.

 

Ein Spiel,

ein Tanz,

eine Vorstellung

eine Aufführung,

eine Geschichte.

 


 

Seltsam

22. Juni

 

Das alles passiert tatsächlich:

Glaube, Gedanken, Emotionen, Körper...

Doch da ist niemand,

dem das widerfährt...

Niemand, der etwas glaubt,

Niemand, der etwas denkt,

Niemand, der etwas fühlt...

Seltsam, oder?

 


 

Ablehnung

23. Juni

 

"Es geht nicht darum,

Glaube, Gedanken, Emotionen oder den Körper zurückzuweisen.

 

Erkenne,

dass in dieser Lebendigkeit

nichts jemals zurückgewiesen werden könnte,

weil die Lebendigkeit alles ist,

was erscheint.

 

Erkenne,

dass jegliche Zurückweisung etwas wäre,

das sich ebenfalls in der Lebendigkeit ereignet.

 

Zurückweisung

wäre Lebendigkeit,

verkleidet als Zurückweisung!

 

Sogar das Auftauchen

des Individuums

ist hier willkommen."

(Jeff Foster)

 


 

Sweet dreams...

24. Juni

 

Wer hat denn dir gesagt,

dass du schläfst,

dass du abgetrennt bist vom LEBEN,

dass du nicht erleuchtet seist?

 

Woher kommt diese Behauptung?

Woher kommt dieses Konzept?

 

 

Es ist alles da!

Perfekt!

Ganz einfach!

 

Lunge atmet.

Herz pocht.

Magen hungert.

Regen tropft.

Kaffee dampft.

 


 

...are made of this.

25. Juni

 

Wer hat dir gesagt,

dass du schläfst?

Wer hat(te) da Macht über dich,

dass du es glaubst,

dass du es zu deinem Konzept gemacht hast?

 

Da beginnt die Gewalt:

Da ist eine "andere" Person,

ein "anderes" Individuum,

wie ich,

aber getrennt von mir,

mit seiner Geschichte,

mit seinen Erfahrungen,

mit seinen Gedanken,

mit seinen Gefühlen,

in seinem Körper.

 

Auch Du bist gewalttätig:

Tag für Tag

drückst Du "anderen"

deine Geschichten und Konzepte rein,

hast du ein "Mitteilungsbedürfnis",

oder bettelst um Kommunikation.

 


 

Keep talking

26. Juni

 

Ist in deiner

Kommunikation

die

Kommunion

spürbar?

 

 

Kommunikation

braucht

zwei.

Verstandesströmung.

 

 

Kommunion

ist

eins.

friedvolle Strömung.

 


 

Stop : Making Sense

27. Juni

 

Beobachte dich:

Deine Kommunikation.

Den Exibitionismus deiner Weisheit.

Die Suche nach einem Opfer.

Deine Jagd nach Schwächeren,

denen du deine Fähigkeiten,

dein Wissen vorführen kannst.

 

 

Spüre die Stille:

Du brauchst kein Exibitionist zu sein.

Was Jetzt ist, ist.

Es besteht keine Notwendigkeit,

achtsam zu sein,

eilig zu sein,

oder etwas zeigen zu müssen.

 

Was auch geschieht,

erlaube es zu geschehen -

 

und sei nicht zu stolz darauf...

 

 


 

Angst

28. Juni

 

Furcht ist die vorherrschende Emotion.

Abtrennung ist der vor vorherrschende Gedanke.

Die Energiequelle sämtlicher Anhaftungen ist Angst.

 

Angst

vor dem LEBEN.

Das namenlose, gesichtslose Grauen

vor dem LEBEN,

gegen das kein Märchen hilft.

 


 

Dankbarkeit (1)

29. Juni

 

"Wenn das einzige Gebet,

das du in deinem Leben sprichst,

ein Danke ist,

so wird das genügen."

Meister Eckart

 

 


 

Dankbarkeit (2)

30. Juni

 

Dankbarkeit

[oder auch Liebe]

ist von allumfassender Art,

gefärbt mit einer Traurigkeit.

Es ist das grundlegende Gefühl

eines "erwachsenen" Menschen.

Wenn Angst schwindet, zieht Dankbarkeit ein.