November 2013

13. November

Das Leben ist eine Baustelle...

 

Da schreibe ich nun wieder...

Meine Vorstellung war,

jeden Tag ein paar Zeilen zu verfassen.

Dann hat WEB.de die Software erneuert...

[WEB.de ist schuld ;-)]


 

 

14. November

Power of now.

 

Wir wollen immer nur die eine Seite der Kraft,

die durch uns strömt.

Anziehung, Beziehung, Attraktivität...

Das ist gut.

Das sind unsere Vorlieben.

Halbe Kraft voraus.


 

 

15. November

Yogi-Tee

 

"Lieben bedeutet füreinander zu leben."

Da sind sie wieder,

die Zwei:

Liebe als Zweck, als Bedeutung, als etwas Sinnvolles: FÜR

Liebe als Beziehung: EIN - ANDER

Das ist die eine Hälfte der Liebe.

 

Die andere Hälfte der Liebe

ist das absichtslose Da-SEIN,

auch SELBST-Liebe genannt.

 

Liebe ist ein BE-ZOGEN-SEIN ohne Unterlaß.

(siehe auch 18. April)


 

 16. November

Nächstenliebe.

 

Altes Testament:

An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin Jahwe.“ (Lev. 19,18)

 

Neues Testament:

 Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“ (Mk. 12,29ff)

 

Islam:

 Niemand von Euch hat den Glauben erlangt, solange er nicht für seine Brüder liebt, was er für sich selbst liebt.“  (Hadith 13)

„Keiner von Euch hat den Glauben erlangt, solange ihr für euren Nachbarn nicht liebt, was ihr für euch selbst liebt.“ (Hadith 45)

 

Buddhismus:

 Wer Liebe entstehen läßt, unermessliche, mit Bedacht – dünn werden die Bande ihm, der das Versiegen des Anhaftens schaut. Nur einem Lebewesen mit einer arglosen Gesinnung Liebe erweisend, wird er dadurch tugendhaft. Mit allen Wesen im Geist mitleidig, erwirkt der Edle reichen Verdienst … Wer nicht tötet, nicht töten lässt, nicht unterdrückt, nicht unterdrücken lässt, Liebe erzeigt allen Wesen, Feindschaft droht ihm von niemandem."  (Itivuttaka, Sutta 27)

 


17. November

Zum Wohl.

 

Das abgetrennte Ich wünscht sich WOHL-STAND.

Ich habe etwas erreicht.

Ich habe etwas geleistet.

Ich werde dafür belohnt.

Ich habe es mir verdient.

Ich tue alles dafür,

den vedienten Wohlstand zu behalten.

 

Das integrierte Ich wünscht sich WOHL-WOLLEN.

Ich will, dass ALLE sich an meinem Da-Sein erfreuen.

Ich will, dass das LEBEN, das sich durch mich ausdrückt, ALLEN zu Gute kommt.

Ich will, dass ALLE fähig sind, ebenfalls Wohlwollen auszudrücken.

Ich will Wohlwollen verschenken, mühelos.

 

Dies ist der "Sinn" der meditativen und kontemplativen Übung.

 


 

18. November

ARD-Themenwoche "Glück"

 

"In every life we have some trouble,

when you worry, you make it double.

Don't worry, be happy!"

(Bobby McFerrin)


 

19. November

Jackpot?

 

Ärger, Probleme und Trubel

verschwinden nicht

aus deinem Leben.

 

Auch nach Jahren der Übung nicht.

 

Die Jagd nach Glück,

nach Erlösung, nach Erleuchtung,

was auch immer...,

 

nach dem, was JETZT nicht ist,

macht die Qual nicht geringer,

eher größer.

 

"you make it double":

Das was ist - das was ein sollte...

 

Erkenne schlicht an,

dass da JETZT

Ärger, Probleme und Trubel sind.

 

"Take a deep breath..."

 

Lasse das LEBEN,

so wie es JETZT ist zu,

"and smile", "and dance", "and cry", "and listen", "...

 ... was JETZT halt dran ist.


 

 20. November

Kaffee oder Tee?

 

Mit unserem Verstand

sehen nur das halbe Bild.

 

Entweder - Oder

 

Abneigungen - Vorlieben

Zorn - Zärtlichkeit

Angst - Vertrauen

Freude - Sorge

Zufriedenheit - Unruhe

 

Da ist immer

 

Sowohl als auch.

 

Spüre genau hin.

Sei aufmerksam:

 

Da ist Zärtlichkeit  in deinem Zorn.

Da ist Vertrauen in deiner Angst.

Da ist Sorge in deiner Freude.

Da ist Unruhe in deiner Zufriedenheit.

 

und natürlich umgekehrt:

Da ist Zorn  in deiner Zärtlichkeit.

Da ist Angst in deinem Vertrauen.

Da ist  Freude in deiner Sorge.

Da ist Zufriedenheit in deiner Unruhe.

 

Welch Vielfalt!

Von deinem Verstand versteckt und überdeckt...

 


 21. November

Ein bißchen Beziehungskritik...

 

„Es ist Zeit, dass wir uns fragen,

wer diese Frauen sind,

die fortwährend Männer herabwürdigen.

Die dümmste, ungebildetste und widerlichste Frau

kann den nettesten, liebenswürdigsten und intelligentesten Mann herabwürdigen

und niemand protestiert.“  [und umgekehrt]

(Doris Lessing)

 

Es ist Zeit, dass wir uns selbst fragen,

wer wir sind,

die fortwährend alles Leben herabwürdigen.

 

Warum sind wir

unempfindsam,

unachtsam,

lieblos?

 

Ist ein abgetrenntes Dasein

im Entweder - Oder

die Wirklichkeit?

 


 22. November

ARD-Themenwoche "Glück"

 

"Die Moderne hat uns gelehrt,

die Maximierung von Lust

und die Minimierung von Schmerz

für Glück zu halten."

 

"Ich halte am meisten von

einem Glück der Fülle,

das der Polarität des Lebens Rechnung trägt,

also die positiven

und die negativen Seiten

des Lebens umfasst.

Heute allerdings orientiert man sich eher am

'Wohlfühlglück '

oder 'Wohlstand'.

Das Wohlfühlglück ist freilich

abhängig von einzelnen Momenten,

nichts von Dauer.

Viele Menschen meinen,

dass die Reichen und Berühmten

dauerhaft im Wohlgefühl leben,

aber die tun das am wenigsten..."

(Wilhelm Schmid)

 


 23. November

Achtung Falle!

 

Das "Glück der Fülle"

ist nicht besser

oder positver

als das "Wohlfühlglück".

 

Das ist deine

Bewertung.

 

Da sind zwei.

 

Beides ist Glück.

 


 

 24. November

Rück-Spiegel

 

Im Rückblick

sind da keine Entscheidungen.

Da ist ein Weg.

 


 

 25. November

Wohl-Stand

 

Ein gewisses Maß

an Wohlstand

(Obdach, Kleidung, Nahrung, Schlaf)

ist tatsächlich notwendig.

 

Selbst für

Buddha, Jesus oder Diogenes.

 

Sie waren keine Asketen.

 

Sie machten kein Aufsehen

wegen ihres Wohlstands.

 

Für sie und für JEDEN Menschen

gibt es Wichtigeres:

WOHL-WOLLEN.


 

 26. November

Wohl-stand (2)

 

Wofür benutzt Du deine Kraft?

Willst Du deinen Wohlstand

SICHERN und MEHREN?

Ist Wohlstand ein Selbstzweck?

 

Willst Du deinen Wohlstand

dazu nutzen,

WOHL-WOLLEND zu sein?

Ist Wohlstand ein Mittel (oder Werkzeug)?


 

 

 27. November

Wohl-stand (3)

 

Dann ist da noch eine andere,

grundlegendere Form von

Wohlstand...

 

Der WOHLSTAND

in unseren Köpfen:

 

Unsere Vorlieben,

unsere Abneigungen,

unsere Konzepte,

unsere Bewertungen...

 


 

28. November

Darkness on the edge of town

 

"There's darkness on the edge of town...

They carry it with them every step they take."

(Bruce Springsteen)

 

Die Stadtmitte ist DEINE Welt.

Sie ist hell erleuchtet und bekannt.

Da sind deine Meinungen, Konzepte und Bewertungen.

Die Stadt ist

deine Identität,

dein Spielplatz,

dein Wohlstand.

DU hast die Kontrolle.

 

Was ist mit der Dunkelheit am Stadtrand?

Dem Unbekannten, Düsteren, Grenzenlosem?

 

Wie fühlt es sich für dich an?

Ist da Furcht?

Ist es abstoßend?

Ist da Neugierde?

Ist es faszinierend?

 

Du trägst beides mit dir herum,

mit jedem Schritt,

jedem Atemzug.


29. November

Darkness on the edge of town (2)

 

In einem gewissen Alter,

während der Pubertät,

ist es ganz natürlich,

die Dunkelheit

faszinierend zu finden.

 

Ich möchte wissen,

was es mit dem 'Buh-Mann',

nachts unter meinem Bett, auf sich hat.

 

Ich möchte wissen,

WARUM ich Angst vor ihm habe.

 

(Ich kann mir auch einreden,

dass es ihn nicht gibt...)


 

30. November

Darkness on the edge of town (3)

 

Dieses erste,

natürliche Auseinandersetzen

mit der inneren Dunkelheit,

ist WESENTLICH BEDEUTSAM

für das weitere Leben.

 

In allen Übergängen

und Brüchen in deinem Leben

taucht diese Dunkelheit wieder auf.

 

Wenn DU nicht gelernt hast,

sie GANZ anzunehmen,

beschneidest du dein Wachstum

und verschließt dich

der Unbegrenzheit des LEBENS.